mit Dörren / Trocknen lassen sich viele Früchte und Gemüsesorten sowie Pilze und Kräuter auf eine einfache und altbewährte Methode haltbar machen.

Beim Trocknen werden die Lebensmitteln entfeuchtet, das heisst, das Wasser verdunstet und am Schluss sind noch ca 10-12% an Gewicht vom Ausgangsprodukt übrig. Dörren ist darum eine Haltbarkeitsmethode, weil vollständig getrocknet die Mikroorganismen keinen Nahrungsboden mehr haben und so die Keime und Schimmelpilze sich nicht vermehren können. Wichtig ist darum ganz zu trocknen. Sinnvolles und sicheres trocknen ist somit angesagt, wie man dies macht, hier ein paar Inputs:

  • Gerätewahl
    • Durch ein Dörrapparat kann kontrollierte Temperatur genutzt werden. Hilfreich ist hier, dass das Gerät einen Thermostat und Temperaturregler hat. Eine Zeitschaltuhr ist auch zusätzlich am Stromkabel hinzufügbar, also eher nice to have. Es gibt Geräte mit Umluftgebläse und Deckel und welche ohne. Dann mit Metallgitter oder aus Plastik. Das ein oder andere Material hat Vor- und Nachteile, hochwertige Geräte sind eher aus Metall. Viereckig und runde Modelle, Gebläse von hinten oder unten sind auch meist eine Preisfrage. Zum Einsteigen in die Thematik macht es ein einfaches Gerät alleweil.
    • Backofen ist eignet sich auch zum Trocknen, jedoch sehr energieaufwändig und weniger empfehlenswert. Nutzen könnte man z.b. nach dem Backen die Restwärme und darin was noch trocknen, meist reicht aber die Zeit nicht aus. Dazu empfiehlt es sich die Türe leicht geöffnet zu lassen, z.b. mit Holzkehle einklemmen, damit der Dampf entweichen kann.
    • Luft getrocknet ist eine ressourcenschonende Variante. Vor allem bei Kräutern lohnt es als Büschel an einem trockenen und nicht mit Sonnenbestrahlten Ort aufzuhängen (bei hohen und schnellen Temperaturen verflüchtigen sich die ätherischen Öle und die Blätter werden braun). Auch kann man mit einem Sieb aus Holzrahmen mit luftdurchlässigen Baumwollstoff gespannt nutzen und in der Sonne direkt trocknen
  • Temperatur
    • Rohkost Dörren nennt sich das Trocknen unter 40 Grad. Dazu eignen sich eigentlich alle Lebensmittel, wichtig ist hier aber auch, nur Sachen verarbeiten, die KEIN Schimmel dran haben. Die Dörrzeit ist abhängig von der Trocknungstemperatur, wie dick etwas ist und wieviel der Wassergehalt ist. Darum gibts keine Pauschalaussagen die gemacht werden können, einfach vor zu testen mit durchschneiden oder brechen ob etwas komplett getrocknet ist.
    • weitere Temperaturen sind nach Gutdünken und beschleunigen nur die Zeit, aber zerstören auch mehr die guten Inhaltsstoffe
  •  Vorbereitungen
    • das meiste kann roh gedörrt werden, es gilt auch hier die Regel, was man roh essen kann, kann auch roh gedörrt werden. Bohnen z.b. müssen vorher blanchiert werden.
    • ansonsten immer alles gut waschen, je nachdem lohnt es sich ein Natronbad zu machen.
    • Pilze nur bürsten, nicht mit Wasser waschen
    • Kräuter ernten bevor sie blühen und am besten bei schönem Wetter. Auch hier, wer einen eigenen Garten hat, wer kann, nicht waschen
  • Lagerung
    • bevor etwas verpackt wird min 12h nach dem Trocknen / Dörren abkühlen lassen
    • getrocknete Lebensmittel am besten in Gläser, Blechbüchsen oder Stoffsäcke an kühlen, luftigen und trockenen Ort lagern. Kein Plastik verwenden, da dies die Atmung verhindert
    • Je nach Lebensmittel kann man 6 Monate bis 2 Jahre lagern, Grundregel ist meist, von Saison zu Saison und wichtig ist, dass vollständig getrocknet ist und richtig gelagert wird.

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